Sa - 23.September 2017

GETRÄNKEBRANCHE | ANDERE BRANCHEN | FREUND/INNEN


 

Riseup schreibt über seine Geschichte und ruft zum Spenden auf.

Wir freuen uns wenn die ein oder der andere sich an der Finanzierung des Projekts beteiligt, sie leisten einen wichtigen Beitrag um dem Überwachungsstaat entgegen zu treten.

Stop NSA und BND!
Liebe Riseup-Nutzer_innen:

Dies ist die Geschichte, wie Riseup zu dem wurde, was wir heute sind. Bitte spendet, falls Ihr könnt: https://help.riseup.net/de/spenden

Es war einmal, vor langer Zeit zum Ende des Jahres 1999, als das Internet noch jung war und in der Ferne sich die Jahrtausendwende abzeichnete, als ein paar Computerfreaks bei den Anti-WTO-Protesten in Seattle Feuer fingen. Nach einer Woche zwischen Tränengas, Knast, Papp-Schmetterlingsflügeln und viel zu vielen Sprechchören saßen sie in ihrem Wohnzimmer und überlegten, was die Bewegung für das kommende Jahrzehnt wohl benötigen würde. Es entstand die Idee von Riseup.net als unabhängigeR Anbieter_in von Mailinglisten und E-Mail. Auf einigen Servern in ihrem Haus schufen sie Riseup, und bald begeisterten sie weitere Geeks für die Sache.

Von Jahr zu Jahr wuchs Riseup, und die zunehmende Arbeit und wachsende Zahl der Menschen, die sich darauf verließen, bereiteten Kopfzerbrechen. Leute kamen und verließen das Kollektiv, es waren einige harte, magere Jahre, während derer es nicht klar war, ob dies wirklich das richtige Projekt sei, um Zeit und Geld zu investieren – doch Riseup blieb hartnäckig am Ball.

Die Fähigkeiten dieser Leute, zuverlässige und sichere Dienste anzubieten, nahmen stetig zu. Weitere Personen stießen zum Projekt: Aktivist_innen vom Feinsten: Menschen, die schwer an all den verwirrenden täglichen Details arbeiteten, die auf Treffen gingen und sich von Herzen für dieses weltfremde Projekt einsetzten, Menschen, die in Krisenzeiten die Nächte durchmachten, um ihre Hacker-Fähigkeiten auszuüben, die jenen im Kollektiv, die (wie auch ich) Schreiberlinge und nicht Computerfreaks waren, wie Zauberei erschienen.

Irgendwann um 2007 wurde das Kollektiv von den Mitgliedern her stabil, und wir wurden zu jener Gruppe von etwa zehn Personen, die wir im großen Ganzen auch heute sind. In den vergangenen acht Jahren wuchsen wir zu einem echten Kollektiv der seltenen Art. Wir haben lange gemeinsam an Riseup gearbeitet, und mit der Zeit wurde das in den Leben der meisten von uns zu einer großen Sache. Diejenigen von uns, die nahe bei einander leben, feiern unsere Feste gemeinsam und sorgen für einander auf echte und ehrliche Weise. Einer unserer größten heimlichen Erfolge war, als sich Gadfly und Arana bei einer unserer Tagungen trafen und verliebten. Es gab Zeiten, in denen wir über einander verärgert, wütend und im Streit waren (wir sind schließlich Menschen und keine Roboter), was sogar dazu führte, dass einige das Kollektiv verließen – doch im großen Ganzen sind wir erstaunlich stabil geblieben, so dass sich fast alle von uns von enthusiastischen, verträumten jungen Radikalen zu verschrobenen, verträumten Radikalen mittleren Alters gewandelt haben.

Ebenfalls während dieser letzten acht Jahre wurde Riseup zu einer Kraft, auf die Verlass ist. Wir sind der weltgrößte unkommerzielle E-Mail-Anbieter jenseits der Universitäten. Wir betreiben einen der weltweit meistgenutzten TOR-Knoten. Wir fochten Rechtsstreitigkeiten um das Nichtpreisgeben von Nutzer_innen-Daten mit der extremen Rechten aus. Wir nutzen und entwickeln abgebrüht sichere Software. Wir schmieden Pläne mit Technik-Kollektiven der ganzen Welt, wie mit all der Schnüffelei umzugehen ist und wie wir diese Arbeit ins nächste Jahrzehnt bringen können. Wir haben große Herzen und Gemüter – und wir haben vor, zu gewinnen.

Dies also ist Riseup. Oder eine Version unserer Geschichte. Unterstütze uns, falls Du kannst!
https://help.riseup.net/de/spenden

Herzlich,
die Riseup-Vögel


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Die Kneipe Tante Horst ist ein Ort zum Plaudern, für private und politische Gespräche, zum Rumhängen, diskutieren, Kaffee, Tee, Bier, Wein oder Schnaps trinken, Freund_innen treffen und so weiter und so fort. Hier gibt es Ausstellungen, kleine Veranstaltungen, Lesungen und ähnliches.


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Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum Regenbogenfabrik.
Bei uns findet Ihr: günstige Übernachtungen in Kreuzberg | preiswertes Mittagessen im Kiez | kulinarisches und Kultur im Café | alternatives Kino | Hilfe zur Selbsthilfe bei Fahrradproblemen


ohne-chefohne-chef.org ist ein Onlineverzeichnis von Kollektivbetrieben. (…) Als primäres Ziel dieses Verzeichnisses stellen wir uns eine Schnittstelle zwischen Produzent*innen und Konsument*innen vor. Menschen, die ihre Einkäufe und Aufträge lieber an Kollektive vergeben wollen, statt mit Ihrem Geld die Ausbeutung anderer zu unterstützen, sollen hier eine Anlaufstelle haben. Dabei möchten wir uns darauf beschränken, die Kontaktdaten und Informationen bereitzustellen und zu pflegen. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann direkt zwischen dem interessierten Menschen und dem Kollektiv.


OpenDataCity-LogoOpenDataCity ist spezialisiert auf Anwendungen rund um große Datensätze. Wir recherchieren und bearbeiten Daten aus einer journalistischen Perspektive: Welche Geschichte steckt in ihnen, wie lässt sich “data-storytelling” betreiben? Letztlich erstellen wir webbasierte Apps, die als datengetriebene Rechercheumgebungen dienen, die der Nutzer nach seinem Gusto und Zeitbudget verwenden kann. Data-driven-journalism steht unserer Meinung nach erst am Anfang. Wir wollen das junge Genre weiter nach vorne bringen.


pinturas-mit-raulzelikRaul Zelik publiziert regelmäßig fachwissenschaftlich über die aktuelle lateinamerikanische Politik. Er promovierte 2008 mit einer Studie über die kolumbianischen Paramilitärs als Fallbeispiel informalisierter (Un-)Sicherheit. Ab 2005 unterrichtet er regelmäßig in Berlin, 2008 war er Gastprofessor an der Nationaluniversität in Bogotá. 2009 wurde er dorthin zum Professor für Politikwissenschaften berufen.


pfand gehoert daneben
EINE KAMPAGNE – WEIL MAN GELD NICHT EINFACH WEGWIRFT


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Da wärst du also, hast es geschafft. Zieh deine Jacke aus, mach’s dir gemütlich. Dies ist die WGcompany, die dir hilft, neue MitbewohnerInnen oder ein neues Zimmer in einer WG (Wohngemeinschaft) zu finden.